Die Geschichte der Saint-Gobain-Gruppe in der Region

In Deutschland und Mitteleuropa ist die Saint-Gobain-Gruppe seit über 150 Jahren industriell vertreten. Hier wie auch in den anderen Ländern der Welt behauptete Saint-Gobain sich damals zunächst als großer Glasproduzent.
Die Herstellung von Dämmstoffen und Glasfaserverstärkung erfolgte ab 1930. Die übrigen Aktivitäten der Gruppe in der Region wurden seit 1971 durch den Zukauf führender Unternehmen und durch große Investitionen ausgebaut. Bis 1996 war die Generaldelegation ausschließlich für Deutschland und Österreich zuständig. Danach kamen die fünf Länder Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei, Slowenien und Kroatien hinzu.

Heute sind alle fünf Hauptsparten von Saint-Gobain im Gebiet der Generaldelegation für Deutschland und Mitteleuropa vertreten.

Die wichtigsten geschichtlichen Daten:

1853
Saint-Gobain ist durch den gemeinsamen Betrieb einer Spiegelglasfabrik in Mannheim erstmals in Deutschland vertreten.

1857
Die Gruppe erwirbt die Aachener Spiegelmanufaktur AG mit Sitz in Stolberg.

1858
Fusion Saint-Quirin und Saint-Gobain zur "Société Anonyme des Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint-Gobain, Chauny & Cirey"

1897
Erste Niederlassung (Glashütte) in Bilina, Tschechien.

1905
Kauf Glashütte in Herzogenrath bei Aachen.

1920
Saint-Gobain eröffnet ein Zentralbüro in Deutschland mit Sitz in Aachen, das die deutschen Niederlassungen sowie die Saint-Gobain-Beteiligungen an Glashütten in Tschechien, Rumänien, Polen und Ungarn koordinierte.

1927
Saint-Gobain präsentiert das Sicherheitsglas SECURIT.

1930
Einstieg in die Verstärkungsfaser. Die Abteilung F-Glas entsteht in Deutschland.
Ebenso 50%ige Beteiligung an der Glaswatte GmbH Bergisch Gladbach.

1960
TEL-Verfahren in Bergisch Gladbach eingeführt.

1966
Erste deutsche Floatanlage in Porz.

1970-1980
Ausbau der Unternehmensgruppe in Deutschland durch Firmenzugänge in den
Aktivitäten Rohrleitungsguss (Halbergerhütte), Dämmstoffe (Grünzweig + Hartmann) und Verpackung (Glashüttenwerke Kipfenberg).

1990
Saint-Gobain erschließt weitere deutsche Märkte: Schleifmittel und Keramiken & Kunststoffe (durch den Erwerb der weltweit tätigen Norton-Gruppe).

1991
Erste Standortgründung von Saint-Gobain in Ungarn.
Mehrheitsbeteiligung bei Saint-Gobain Oberland, Verpackungsglas.

1992
Erwerb der Flachglas Torgau einschließlich der Glasfilialen.

1993
Erste Standortgründung von Saint-Gobain in der Tschechischen Republik.

1996
Generaldelegation für Deutschland und Mitteleuropa.
Kauf von "Poliet" in Frankreich und somit Einstieg in die Branche Baustoffe durch Terranova.

1998
Kauf von Vertex in Tschechien, Herstellung und Weiterverarbeitung von Glasfasern.

1999
Kauf des AnnaWerks, Herstellung von feuerfesten Materialien.

2000
Erwerb des führenden Baustoffhändlers Raab Karcher in Deutschland. Einstieg in den Baufachhandel.

2001
Kauf von Keramundo, dem führenden Fliesenhändler in Deutschland, und der tschechischen BayWa.

2002
Weiterer Kauf von Niederlassungen im Baustofffachhandel. Erwerb der SG Slevarná in Tschechien (Produktion von Rohrleitungsgussteilen).

2005
Erwerb des slowakischen Marktführers bei Fliesen und Sanitärprodukten W.A.W.-A-Keramika und des österreichischen Herstellers von Glasfasertapeten Hornstein Glastextil.
Kauf der British Plaster Board (BPB), die durch Rigips und BPB Formula in unserer Region vertreten sind. Die Aktivität Gips entsteht neu unter der Hauptsparte Bauprodukte.